Seminare zur Urbanistik

Das Seminar „Grenzen und Herausforderung der Partizipationsprozesse in der Raumplanung“ wurde im (WS 2012/2013) von Georg Irsa und Oliver Frey konzipiert. Ziel des Seminars ist die Diskussion von Grenzen und Herausforderungen bei Partizipationsprozessen in der Raumplanung. Anhand theoretischer Überlegungen zu Grenzen und Nutzen von Partizipation werden unterschiedliche Modelle von Partizipationsprozessen auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen analysiert. Der Focus des Seminars liegt auf den unterschiedlichen Formen und Methoden der Partizipation im Planungsprozess und wird auf jeweils unterschiedliche Akteursgruppen bezogen. Dabei werden u.a. die Fragen von Repräsentativität, Instrumentalisierung, Lernbereitschaft, Vertrauen, Durchsetzungsmöglichkeiten, die Rolle der Medien sowohl theoretisch als auch anhand von Praxisbeispielen diskutiert.
   

Das Wahlseminar „Stadtsoziologie“ (WS 2011/12012) (Ian Banerjee und Oliver Frey) zum Themenfeld „Smart Cities - die stadtsoziologische Perspektive.“  Das Seminar verfolgt  drei Fragen: 1) Wie wird die Smart City  im populären Diskurs verstanden?   Studierende entwerfen gemeinsam eine Landkarte der neuen Themenfelder der Smart Cities. (Energie, IKT, Mobilität, Gesundheit, Bildung u.a.).  2) Was steht hinter der allgemeinen Popularität  einfacher Formeln wie Enterpreneural City, Creative City, Knowledge City etc. Smart City etc.? Welchen Einfluss haben sie auf Stadtentwicklungsdiskurs und Stadtplanungskultur? 3) Was sind die tatsächlichen Herausforderungen von Städten in der Zukunft?  Wie kann der technokratisch- und ökonomisch geprägte Begriff der Smart Cities, durch den kritischen Blick der Stadtsoziologie hinterfragt werden?  Kann eine Stadt gesellschaftlich ‚Smart‘ sein?    Welche Rolle spielt die Gesellschaft im Entwurfsprozess der Stadt der Zukunft? Smart Cities, Smart Grid, Smart Cars, Smart Houses. Kanada beginnt sogar mit einer landesweiten Initiative der Smart Communities. Den Begriff der Smart Cities gibt es bereits seit den 1990er Jahren, doch der Klima-Diskurs und die neue Wahrnehmung der Bedeutung von Städten haben heute den suggestiven und allgemein verständlichen Begriff erneut in die Medien verholfen. Multinationale Konzerne wie IBM, Siemens oder GM aber auch Stadtpolitiker verkaufen das Leitbild der Smart Cities bereits in tausenden von Städten.  

Das Seminar „Urbanistik“ (SS 2012), Leitung: Mara Verlic und Oliver Frey. Im Seminar geht es um das Vermitteln eines Verständnisses von Stadt als Ort der Reproduktion und Produktion gesellschaftlicher Strukturen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen der Entwicklung baulicher Strukturen an städtischen Orten, den zugrundeliegenden sozialen und gesellschaftlicher Prozesse sowie den angewandten stadtplanerischer Steuerungen gelegt. Inhalt des Seminars bilden Ursachen und Grundlagen städtischer Umstrukturierungsprozesse (Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, demographische Strukturen, Segregation, ethnische Zusammensetzung, Zeitstrukturen, Revitalisierung von industriellen Brachen) vor dem Hintergrund von städtischen Schrumpfungsprozessen.