Bedeutung von Stadt und Interesse an Stadtforschung

Cornelia Dlabaja (Soziologie):
„Der Gegenstand Stadt kann, aus meiner persönlichen Forschungsbiografie betrachtet, nur interdisziplinär erforscht werden, da die Stadt als Ganzes nur in der Zusammenschau von sozialem Gefüge, der gebauten Umwelt, ihrer spezifischen Stadtkultur und der ökonomischen und sozialen  Infrastruktur erfasst werden kann.“

Gerlinde Gutheil-Knopp-Kirchwald (Raumplanung):
„Eine Stadt lebt von Kontrasten und Vielfalt, der scheinbaren Ineffizienz auch konfligierender Nutzungen, der hohen Kontaktdichte bei gleichzeitiger Anonymität, die alle zusammen der Nährboden für Kreativität und Innovation sind.“

Ingo Wietzel (Stadtplanung):
„‘Die Stadt’ ist für mich ein materielles und immaterielles Wirkungsgefüge, dessen Komplexitätsgrad es nicht ermöglicht, jemals alle Facetten, Determinanten und Systemkomponenten abzubilden. Jeder Versuch, ‘die Stadt’ in ihrer Gesamtheit zu erfassen, ist zum Scheitern verurteilt.“

Alain Thierstein (Wirtschaftswissenschaften und Raumordnung):
„Intensität, Verdichtung von Erfahrungen, von Bekanntem mit Unbekanntem, in einem nicht in allen Teilen vorhersehbaren Kontext, das ist Stadt.“