Workshop "The (In-)Visible City"

 

 

Workshop "The (In-)Visible City"

Im Rahmen dieses Workshops anläßlich der "2nd Conference of the European Architectural Endoscopy Association (EAEA)", welche von 30.8 - 1.9.95 stattfand, sollte ein komplexes städtebauliches Konzept als Ausgangspunkt für Erfahrung mit verschiedenen Wahrnehmungs- und Interpretationsansätzen dienen. Das Leitprojekt für das "Alte Flugfeld" in Aspern (Wien) eignete sich hiefür außerordentlich gut, da es sich um einen auf den ersten Blick irregulär wirkenden Stadtentwicklungsbereich für 20.000 Einwohner handelt, welcher im internationalen Vergleich kaum Parallelen findet.

Das Alte Flugfeld im Kontext der Stadtentwicklung

Der Raum Stadlau/Aspern/Eßling/Hirschfeld/Hausfeld/Altes Flugfeld wurde in den 1991 beschlossenen Leitlinien für die Stadtentwicklung Wiens als Stadt-Entwicklungsbereich ausgewiesen. Gründe für den Ausbau dieses Gebiets sind seine Größe und seine strategisch wichtige Lage hinsichtlich eines Brückenschlages über die Donau, sowie die Vernetzung der Stadt mit der Region und eine ausbaufähige Verkehrsinfrastruktur. Dieses Gebiet stellt ein äußerst wertvolles Potential für; Wohnbau und Ansiedlung von Betrieben und Dienstleistungen, wie auch für die Entwicklung neuer urbaner Stadtteile dar. Wesentlich ist dabei die Stärkung der Qualitäten des vorhandenen Raumes bei gleichzeitiger Bewahrung der Naturräume und Siedlungsstrukturen. Das Projekt "Altes Flugfeld" - Auftakt und Außenstelle eines großen Entwicklungsraumes - bildet einen in sich tragfähigen und "vollständigen" Stadtteil.

Vorgangsweise

Ausgehend vom Leitprojekt des Wiener Architekten Rüdiger Lainer können nun an verschiedenen Ausbildungsstätten eine Auseinandersetzung mit diesem Stadtentwicklungsbereich stattfinden. Ob die Reaktion auf das bestehende Leitprojekt sich in partiellen Ergänzungen bzw. stellenweisen Detaillierungen oder sogar divergierenden Maßnahmen manifestiert, wird dem jeweiligen Entwerfenden überlassen. Jedenfalls sollte entwurfsbegleitend mit dem digitalen und/oder mit dem physischen Modell gearbeitet werden. Das digitale Modell kann auf einfache Weise an mehreren Stellen zur Verfügung gestellt werden; das städtebauliche Modell im Maßstab 1:500 wird im Frühjahr 1995 zwischen mehreren Hochschulstandorten roulieren. Die teilnehmende Hochschule schickt das Modell zum nächsten Standort weiter. Auf diese Weise können sowohl computergestützte als auch endoskopische Simulationen durchgeführt werden.

CAAD Package

Das digitale Aspern-Modell wurde mit Autocad erstellt und steht in verschiedenen Formaten zur Verfügung.

Dateien zum herunterladen:

Teilnehmer

Aufgrund der Vorerhebung konnte nachfolgende Teilnehmerschaft gewonnen werden:

  • TU-Graz/Prof. Hohmann-Vogrin - Prof. Martens
  • Universität Kaiserslautern - Prof. Streich
  • University of Strathclyde/Prof. Maver - Dr. Frey
  • Universität Stuttgart/Prof. Markelin - Dipl.-Ing. Boytscheff
  • ETH Zürich/Prof. Schmitt
  • TU-Wien/Prof. Martens

Endoscopy Package

Das städtebauliche Modell besteht aus zwei quadratischen Grundplatten, welche mittels einem dazwischen liegenden Rahmen fixiert sind. Durch Entfernung der Eckschrauben können beide Grundplatten leicht demontiert werden. Nach Zusammenlegung der Quadrate korrespondiert das Rechteck (90x180 cm) mit den separat übermittelten Bebauungsplänen.

  • Universität Essen/Prof. Thomas
  • Universität Stuttgart/Prof. Markelin - Dipl.-Ing. Pfeilsticker
  • TU Delft/Prof. van der Does
  • Universität Göteborg - Prof. Branzell
  • TU Tampere/Prof. Alavalkama
  • TU-Wien/Prof. Martens

Was war zu tun?

Das digitale resp. physische Modell diente als Ausgangspunkt für weitere Handlungen, welche individuell festzulegen waren. Eine filmische Sequenz von max. 5 Minuten sollte das erzielte Ergebnis dokumentieren. Nach Möglichkeit sollte diese auf "Betacam SP" basieren und vor dem 15.7.95 in Wien eintreffen. Für den Fall, daß Betacam SP nicht realisierbar war könnte auch mit "S-VHS" bzw. "Hi8" gearbeitet wurden. Einzelne Beiträge werden anschließend im AV-Zentrum der TU-Wien editiert. Dies bedeutet, daß auch die technische Qualität des (Roh-) Materials von großer Bedeutung war. Die Urheberrechte für den jeweiligen Beitrag verblieben beim Einsender.

Auswertung der Ergebnisse

Die Teilnehmerschaft fungierte in diesem Zusammenhang wie eine Expertenrunde, wobei vor Anfang der Konferenz individuelle Beiträge vorbereitet wurden. Einzelne Projekte wurden während der Konferenz im Rahmen des Workshops präsentiert und einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Im weiteren könnte dadurch eine interessante Gegenüberstellung verschiedener Entwurfsansätze unter begleitender Anwendung von Simulationstechniken zustandekommen. Anhand der vorgestellten Ergebnisse sollte eine Stärken-Schwächen-Analyse des verwendeten Simulationsverfahrens auf anschauliche Art ermöglicht werden.