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Ergebnisbericht Metro.Freight.2020

 

 

metroFreight

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Zusammenfassung

In den europäischen Ballungsräumen wurden in den letzten Jahrzehnten die gründerzeitlichen Eisenbahnanlagen zur Erschließung der Industrien und Versorgungsstandorte entweder aufgelassen, für den ÖPNV umgebaut oder für andere Nutzungen verwertet. Die Deindustrialisierung der Kernstädte und die Zentralisierung der Versorgungsstrukturen haben dazu beigetragen. Gleichzeitig wurden mit der Massenmotorisierung die Straßennetze und der leistungsfähige ÖPNV auf eigener Trasse für die Verkehrsbedürfnisse der Ballungsräume ausgebaut. Damit war die Verkehrsplanung in der Hauptsache beschäftigt.
METRO.FREIGHT.2020 untersucht die Möglichkeiten einer optimalen Ausnutzung der in Österreich noch dichten Eisenbahninfrastruktur in Stadtregionen für den Ziel- und Quellverkehr (Erhaltung und Stärkung der letzten Meilen) und des Aufbaues kurzer Transportketten bzw. Hauptläufe über die Schiene (unter 120 km). Es sollen griffige verkehrspolitische Argumente und praktikable technische Lösungsmodelle ergänzend zum „Mainstream“ im Transportgeschehen herausgearbeitet werden, die auch einer Wirtschaftlichbetrachtung standhalten. Netzwerk-Ansätze zwischen Betreibern und Verladern sowie Fallbeispiele von praktizierten Nischenverkehren im In- und Ausland werden dazu dokumentiert.
Das Projekt wird sich mit Güterquellen bzw. -senken in den Industrieregionen Wien, Graz, Linz und Rheintal mit Bezug zur bestehenden Schieneninfrastruktur befassen und in drei Phasen ablaufen. In der ersten Phase werden anhand von logististischen Determinanten (wie regelmäßiges Aufkommen an Ladungsträgern) Cluster von Betriebsstandorten mit erheblichem Güterverkehr innerhalb der Stadtregionen eingegrenzt und in operative Bedienungsbereiche zoniert. In der zweiten Phase stehen die Zustandsbewertung und die Nutzungsoptionen der Verkehrsinfrastruktur (Schienen- und Hauptstraßennetz) im Mittelpunkt. Als Zwischenergebnis wird ein Kataster der vorhandenen und herstellbaren „Schienenanbindungspunkte“ vorliegen. Monomodale und intermodale Transportketten von Ladungsträgern werden im Vergleich der Verkehrsträger auf Marktfähigkeit und Qualitätsanforderungen geprüft. Bei dieser Gegenüberstellung werden verschiedene verkehrspolitische und technologische Szenarien als Rahmenbedingungen zu Grunde gelegt (straßenseitiges Überlastungs-, Umweltqualitäts-, Infrastruktur- und Technologiebetontes Szenario). Als Resultat wird für die Bedienbereiche das prinzipiell verlagerbare Transportvolumen und das unter verschiedenen Rahmenbedingungen wirtschaftlich verlagerungsfähige Transportvolumen vorliegen. Die Ergebnisse werden in einem „Weißbuch“ METRO.FREIGHT.2020 zusammengefasst, das sich an Akteure im Transportgeschehen und in der Verkehrspolitik richtet. Darin werden Praxisbeispiele, Lösungsmodelle, Vorschläge zur Netzwerkbildung und Empfehlungen für die Verkehrspolitik der Gebietskörperschaften in den Stadtregionen ausgeführt.

 

Abstract

In most European congested urban areas the railtracks of the 19th and 20th century serving locations of industry and goods stations were removed, transformed for the public transportation, closed down or used for other utilisation. The main reasons might be the deindustrialisation of the inner cities and the centralisation of the supply-sector (wholesale markets, shopping centres). Simultaneous the urban areas got an excellent road network on the surface and an efficient public transportation system in the underground or on dedicated tracks. These were the major tasks for the authorities planning transport as yet.
The research project “METRO FREIGHT” analysed the possibilities of a reinforced utilisation for the first and the last miles on the still dense Austrian railways network within the
metropolitan regions in Austria (exemplified in case studies for Vienna, Graz, Linz and the Rhine-Valley in Vorarlberg). As a result a cadaster of existing or reconstructable sidings
resp. rail shipping points has been surveyed. Finally they were evaluated in respect of serviceability concerning tracking in the rail network and extensibility in the service area
which was complemented with propositions for further developing.
Following up a holistic planning strategy should be established which integrates developing transport generating sites, enhancing railway infrastructures and shifting freight traffic
towards eco-friendly transport modes in accordance with shipping undertakings and operating carriers. As conclusions three scenarios have been identified, namely a scenario
of ultimative displacement (of rail freight service in towns), a retardive scenario of braking the retreat of rail (connected with a change of paradigma in transport and traffic planning)
and - not very likely - an offensive scenario of clean freight mobility (“CFM”). Nevertheless the last one bridges to the research initiative SMART.CITY.SUPPLY which aims to create in
a longer view fully electrified transport chains serving the center of consumption within the metropolitan regions.

 

 


 

IVS Schriften Band 35

Band 35 der IVS Schriftenreihe "Friendly Supply Chains" ist erschienen und ist ab sofort am IVS erhältlich.

  

band35

 

Friendly Supply Chains

Kurzfassung

 

Das Forschungsvorhaben „Friendly Supply Chains“ widmete sich der Erarbeitung eines Indikatoren-Konzeptes für die verkehrsträgerübergreifende (Straße, Schiene, Wasserstraße, Hochseeschifffahrt) Bewertung von Transportketten anhand von Fallbeispielen der Supply Chains zu den NST/R-Gütergruppen Wein, Bier, Fruchtsäfte und Milchprodukte. Es handelt sich dabei um Gütergruppen, deren Transportcharakteristik und Verkehrsmodalitäten immer stärker von der Volatilität auf den Beschaffungsmärkten und der Variabilität der Absatzregionen bestimmt werden. Wegen der hohen Anforderungen der Logistikprozesse erscheinen diese Branchenverkehre als Grundlage für die Ableitung einer breiter anwendbaren Indikatoren-Systematik besonders geeignet. Diese stützt sich auf drei Säulen, nämlich auf die Eruierung des sachspezifischen Informationsbedarfes von Akteursgruppen, auf den zweckorientierten Informationsgewinn nach Performancefeldern der Verkehrsabwicklung und auf eine verständliche Veranschaulichung zur Vermittlung von Verbesserungspotenzialen im betrieblichen und öffentlichen Verantwortungsbereich, um den Ansprüchen von green logistics und clean mobility näher zu kommen.

 

Abstract

The research project develops an evaluation concept for transport systems, using value-added chains for selected NST/R good categories of perishable foodstuffs and comprising micro-, macro- and meta-economic (ecological) indicators. The research project starts out with an analysis of the goods markets, thereby providing an overview of recent developments in the volume flows regarding the procurement of raw materials and intermediate products as well as the sale of finished products along the supply chain of wineries, breweries, juice and dairy producers. Dealing with sector-typical characteristics of inbound and outbound logistics which need a high quality of freight transports, an indication system is built up. This concept of “friendly supply chains” is aimed to strengthen the basic groundwork for traffic planning and enhance arguments in the transport policy decision-making process vis-à-vis stakeholders not only for foodstuff producers, but for other shipping branches too. In this way the aims of green logistics and of clean mobility could be reached both.

 

 


 

VCÖ Mobilitätspreis 2011 an IVS

Das IVS erhält gemeinsam mit den anderen drei Projektpartnern den VCÖ-Mobilitätspreis 2011: „Infrastrukturen mit Zukunft“
(mehr als 250 Projekte wurden eingereicht).
http://www.vcoe.at/de/netzwerk/vcoe-mobilitaetspreis

  

für das Projekt 

 

TrafficCheck

  

Presseartikel, verfaßt vom Projektpartner Fluidtime unter Mitwirkung der anderen Projektpartner, Wien, 21.09.2011:

  

VerkehrsteilnehmerInnen können den Verkehr regeln

Wem ist das Problem nicht vertraut: man steht an einer ampelgeregelten Straßenkreuzung, und möchte zu Fuß oder mit dem Rad die Straße queren. Doch die Ampel bleibt – gefühlt minutenlang – auf Rot. TrafficCheck heißt ein vom bmvit gefördertes Forschungsprojekt, das von Ampelschaltungen gestressten oder benachteiligten VerkehrsteilnehmerInnen die Möglichkeit bietet, ihre Erfahrungen entweder über Smartphone unterwegs oder auf einer online Feedback-Plattform zuhause zu melden und so zu einer Verbesserung der städtischen Verkehrsplanung beizutragen.

 

Die Feedback-Plattform, die derzeit im Rahmen des Forschungsprojektes TrafficCheck als Prototyp entwickelt wird, lädt besonders nicht motorisierte VerkehrsteilnehmerInnen (RadfahrerInnnen, FußgängerInnnen, Personen mit eingeschränkter Mobilität) dazu ein, jede Kreuzung mit Ampelregelung mittels eines Rating-Systems und einer Feedbackmöglichkeit auf ihre Qualität hin zu bewerten. Z.B. können FußgängerInnen über ihr Smartphone unterwegs oder online ihre Bewertung zu einer Ampel in dem Moment bekanntgeben, in dem sie an der Kreuzung stehen. 

Das ehrgeizige Ziel des Projektes geht noch einen Schritt weiter: Die Rückmeldungen der VerkehrsteilnehmerInnen sollen direkt in den Verkehrsplanungsprozess und die Verkehrssteuerungssysteme einfließen. So soll sichergestellt werden, dass jede/r Einzelne zu einer Verbesserung der Verkehrssituation bzw. zu einer Erhöhung der subjektiven Verkehrssicherheit und einem flüssigen Verkehrsablauf beitragen kann. 

Der Nutzen, der dadurch für städtische Kommunen entsteht, ist naheliegend: Städte und ihre Verwaltung können in Kooperation mit den VerkehrsteilnehmerInnen die KundInnenzufriedenheit messen und die Verkehrsinfrastruktur im städtischen Raum optimieren. 

Der Prototyp dieser Feedback-Plattform wird in Kooperation von IKK Kaufmann-Kriebernegg ZT-GmbH., Factum OHG, Fluidtime Data Services GmbH und dem IVS – Fachbereich für Verkehrsplanung der TU Wien entwickelt und von den für Verkehr und Infrastruktur zuständigen Stellen der Grazer Stadtverwaltung stark vorangetrieben. 

Der Pilot wird Anfang 2012 in den Testbetrieb gehen und 2012 als Demonstrator auf der ITS 2012 in Wien vorgestellt werden. 

Projektzeitraum: Jänner 2011 – Dezember 2012 

Einsatzgebiet des Prototyps: Stadt Graz 

 

Projektpartner:

  • IKK Kaufmann-Kriebernegg ZT-GmbH
  • Factum OHG
  • Fluidtime Data Services GmbH
  • IVS – Fachbereich für Verkehrsplanung der TU Wien

 

Förderstellen:

  • bmvit
  • ways2go
  • FFG

 


 

Qualitätsentwicklungskonzept Karnischer Kamm

Im Zuge des Projekt 3 Bergsteigerdörfer erarbeiteten 9 Studentinnen und Studenten in Zusammenarbeit mit dem Oesterreichischen Alpenverein ein Qualitätsentwicklungskonzept für die Region Karnischer Kamm. Die Präsentation der Ergebnisse fand am 8.Juli 2011 in Obertilliach statt. Der Abschlussbericht steht hier zum Download bereit.

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Projektgruppe "die.serpentine" und IVS Betreuerteam in Sappada (Provinz Belluno, Italien), Februar 2011 (Foto Michael Ernst)

 

 



 

P3 Bergsteigerdörfer Abschlusspräsentation

Seit Oktober 2010 untersuchten 9 Studentinnen und Studenten der Raumplanung, mit Unterstützung des Alpenvereins und des IVS, die Region Karnischen Kamm. Das Ergebnis, ein Qualitätskonzept für die Region Karnischer Kamm, wird am 8.7.2011 in Obertilliach präsentiert.

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IVS Schriften Band 34

Band 34 der IVS Schriftenreihe "Mobilitätszukunft für die Generation 55+"  ist erschienen und ist ab sofort am IVS erhältlich.

 

Mobilitätszukunft für die Generation 55+

Die demografische Entwicklung – es wird immer mehr älterer Menschen geben – stellt eine Herausforderung für die Planung der zukünftigen Mobilität dar. Im vorliegenden Mobilitätsszenarienkatalog werden Rahmenbedingungen und Entwicklung der derzeitigen und zukünftigen Mobilität der Generation 55+ im ländlichen Raum analysiert. Der Katalog bietet Unterstützung für zukünftige Planungen und Gestaltung von Mobilitätslösungen und führt konkrete, bereits umgesetzte Beispiele an.


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