VIENNA UNIVERSITY OF TECHNOLOGY INSTITUTE OF GEODESY AND GEOPHYSICS
RESEARCH GROUP GEOPHYSICS  at VIENNA UNIVERSITY OF TECHNOLOGY
|  HOME  |  NEWS  |  STAFF  |  RESOURCES  |  RESEARCH  |  EDUCATION  |  BIBLIOGRAPHY  |  LINKS 
BIBLIOGRAPHY > Diploma Theses
DIPLOMA THESES
PUBLICATIONS
TALKS
POSTERS
 
PH.D. THESES
DIPLOMA
BACHELOR
REPORTS
 
TU DATABASE
Autor Title Supervisor Submission
A. DOMENIG Einfluss des Hangwasserspiegels auf Laufzeiten von Lokalbeben E. Brückl/
S. Mertl
in progress
S. EIPELDAUER Volumetric estimation of talus slopes in the Kaunertal region H. Hausmann in progress
R. ILLNAR Internal structure and composition of Alpine Permafrost H. Hausmann in progress
B. LOIDL Application of 3D stacking techniques to wide-angle data from Southern Norway M. Behm in progress
S. PFEILER Seismic velocities and attenuation model of the Vienna Basin E. Brückl in progress
S. WEGINGER   E. Brückl/
S. Mertl
in process
K. DOBLHOFF-DIER Seismic signal analysis using polarization attributes and its applications E. Brückl/
S. Mertl
07/2011
S. HOYER Relokalisierung von Erdbeben im südlichen Wiener Becken und angrenzenden Gebieten im Rahmen des Carpathian Basins Project E. Brückl 04/2011
M. FUCHSLUGER Seismic Acquisition Design for Imaging the Deep Vienna Basin E. Brückl/
W. Chwatal
03/2011
M-T. APOLONER Einflüsse der Netzwerkkonfiguration auf Erdbebenlokalisierungen E. Brückl/
S. Mertl
02/2011
W. KORGER The Volcanic Earthquake Swarm of 1999 at the Gakkel Ridge, Arctic Ocean: A Case Study E. Brückl 06/2010
C. TIERNO ROS 3D gravimetric investigation of the crust in the Vienna Basin region M. Behm 10/2009
T. OBERSEDER Seismic Modelling of Reflections in the Upper Mantle in the Alpine-Carpathian-Pannonian transition zone M. Behm 09/2009
K- ALTEN Calculation of static corrections by 3D tomographic methods E. Brückl 05/2009
O. SIMEONI Ein Dichtemodell der oberen Kruste im Untersuchungsgebiet ALP 2002 E. Brückl 03/2009
M. KARBON Kinematische Analyse einer Massenbewegung auf Basis von geodätischen und geomorphologischen Daten E. Brückl 02/2009
D. BINDER Bestimmung des Volumens dreier Gletscher der Goldberg-gruppe auf Basis von GPR Daten
E. Brückl 02/2009
K. MAYER Application of 3D tomography methods on a seismic 3D data set E. Brückl 11/2008
CH. MAURER Anwendung der VSP-Methode in der Tunnelfelderkundung E. Brückl 2006
H. HAUSMANN Geophysikalische Untersuchung des Reichenkar Blockgletschers »Abstract »Diploma Thesis E. Brückl 11/2005
H. MÜLLER Gravimetrische Dichtebestimmung der Sackungsmasse Gradenbach »Abstract E. Brückl 10/2005
S. HRUBY Lokalisierung von Erdbeben auf Basis des neuen Geschwindigkeitsmodells des ALP2002-Projektes E. Brückl 05/2004
N. FISCHER Die Modellierung der Sedimentbecken im Rahmen von ALP2002 »Abstract E. Brückl 04/2004
ST. MERTL Eventdetektion auf der Basis des Messsystems "REF TEK Texan" E. Brückl 06/2003
R. FRISCHLING Die Bestimmung der Eisdicke des Wurtenkees mit Georadar und Gravimetrie E. Brückl
K. H. Roch
06/2003
R. GEGENLEITNER Anwendung von Georadarmessungen zur Untersuchung von neotektonischen Vorgängen im Wiener Becken »Abstract E. Brückl
K. H. Roch
02/2003
M. BEHM Erstellung eines 3D-Modells der Ostalpen mit refraktionsseismischen Daten »Abstract »Diploma TH. E. Brückl 10/2002
A. HABERLER Refraktionsseismische und tomographische Auswertung der Massenbewegung Hochmais-Atemkopf im Tiroler Kaunertal, registriert mit TEXAN 125 E. Brückl 03/2002
H. FAUSTMANN Ermittlung der statischen Korrekturen in der Tiefenseismik E. Brückl 10/2001
E.-M. RUMPFHUBER Vorerkundung eines geotechnischen Projekts mit den Methoden der Seismik und der Gravimetrie »Abstract E. Brückl
Ch. Ullrich
12/2001
M. PREGESBAUER Geophysikalische Untersuchungen zur Hydrologie des Mölltales im Bereich von Döllach »Abstract E. Brückl
Ch. Ullrich
05/2001
B. NOVOTNY Auswertung refraktierter SV-Wellen von Mehrkomponentenaufnahmen E. Brückl 09/2000
D. KOSTIAL Anwendung komplexgeophysikalischer Methoden zur Unter-suchung einer möglichen Impact-Struktur nahe Raabs, NÖ F. Kohlbeck 10/1999
CH. ULLRICH Einbeziehung multipler Reflexionen zur Interpretation von Pfahlintegritätstesten E. Brückl 02/1999
F. CHITIL Gletschermodell Schmiedinger Kees E. Brückl 08/1997
CH. BACHMANN Processing seismischer Eisdickenmessungen E. Brückl 11/1995



Helmut Hausmann: 2005
Geophysikalische Untersuchung des Reichenkar Blockgletschers
Kurzfassung: Blockgletscher sind sehr komplex aufgebaute Eis-/Schuttkörper die, aufgrund ihrer inneren Struktur auf äußere Einflüsse (z.B.: Temperaturänderungen) reagieren, indem sie abschmelzen bzw. ihre Bewegung beschleunigen. In dieser Arbeit werden geophysikalische Methoden verwendet, um Struktur und physikalische Parameter des aktiven Blockgletschers im "Inneren Reichenkar" zu erkunden. Um die dynamischen Vorgänge zu erforschen, werden neben den Informationen über die interne Struktur auch Beobachtungen von Bewegungsvektoren (GPS) und Abflußmessungen genutzt. Hierbei stellt sich die Frage, wie sensibel Blockgletscher auf die globale Klimaänderung reagieren.
Im speziellen wird in dieser Diplomarbeit ein Konzept beschrieben, wie geophysikalische Messungen zu kombinieren sind, um die Struktur und die physikalischen Parameter eines Blockgletschers zu erkunden. Als Meßmethoden werden das Georadar (GPR), die Refraktionsseismik, und die Gravimetrie genutzt. Dabei werden die Ergebnisse des Georadars und der Seismik in erster Linie für die Bestimmung der Struktur, und die Gravimetrie für die Bestimmung des Eisanteils genutzt. Um die Genauigkeit der Bestimmung des Eisvolumens im Eis-/Schuttkörper abzuschätzen, wird der Einfluß der beobachteten (gemessenen) Größen auf das Ergebnis bestimmt.
Danach wird über die Kombination von geophysikalischen, geodätischen und geologischen Informationen eine Abschätzung der dynamischen Prozesse versucht, bei der die interne Deformation und das basale Gleiten näher betrachtet werden. Dazu wird ein eigenes Modell erstellt, bei dem die interne Deformation für einen Körper berechnet wird, der einen Blockmantel als Auflast hat und bei dem Scherverformungen nur im Eisbereich des Permafrostkörpers wirken. Zuletzt wird eine mögliche Veränderung des Anteils von Gleiten bzw. interner Deformation an dem Bewegungsmechanismus durch die Klimaveränderung diskutiert.

top

Helga Müller: Oktober 2005
Dichtemodell der Sackungsmasse Gradenbach

Kurzfassung: 1998 fanden im Bereich der Sackung Gradenbach, Mölltal (Kärnten), seismische Untersuchungen statt. Ausgehend von den daraus resultierenden seismischen Ergebnissen sowie einer durchzuführenden gravimetrischen Messung sollte ein Modell über den Dichteaufbau der Sackungsmasse erstellt werden. Zu diesem Zwecke wurden im August 2003 entsprechende Messungen im Bereich der Sackung, im Gebiet der Ortschaft Putschall sowie im Mölltal südlich von Putschall durchgeführt.
Eine Standardauswertung der gravimetrischen Messdaten ergab, dass ein Zusammenhang zwischen dem residuellen Feld und der aus der seismischen Erkundung hervorgehenden Mächtigkeit der Sackungsmasse besteht. Mit Hilfe der Dichterelation von Watkins sowie jener von Gardner und dem Geschwindigkeits-Tiefenmodell aus der Seismik wurde nun der Dichteverlauf der aufgelockerten Masse modelliert. Verbunden mit der Dichte konnte auch über die Porosität eine Aussage getroffen werden. Die Optimierung der Dichten erfolgte in Hinblick auf eine Verminderung der Korrelation zwischen Mächtigkeit und residuellem Feld. Dies wurde auch erreicht, sodass nach Abzug aller Korrekturen das residuelle Feld die Struktur der Sackung nicht mehr widerspiegelte. Es konnte festgestellt werden, dass die verbliebenen Minima des Feldes auf andere Ursachen zurückzuführen waren. Schließlich konnte eine verbesserte Geschwindigkeits-Dichtebeziehung für die Sackungsmasse Gradenbach angegeben werden.

Abstract: In 1998 seismic measurements were taken at the rock flow Gradenbach, Möll Valley (Carinthia). On the basis of the seismic results and gravimetric data a model of density of the sagging mass should be developed. Therefore in August 2003 some additional gravimetric measurements were taken at the sagging, in the area of Putschall village and in the Möll Valley (south of Putschall).
The standard evaluation of these gravimetric data clearly showed a correlation between the residual field and the sagging thickness. By means of density relations by Watkins and Gardner and a velocity-depth model obtained by seismic data the density gradient of the sagging mass could be modelled. In connection with density, porosity also could be calculated. Now the density could be optimised in reference to minor correlation between the sagging thickness and the residual field. This aim could be obtained and finally after deduction of all corrections the residual field only showed minima due to other effects but didn't reflect the structure of the sagging anymore. Finally an improved velocity-density relation could be found for the sagging mass Gradenbach.

top

Norbert Fischer: April 2004
Die Modellierung der Sedimentbecken im Rahmen von ALP2002

Kurzfassung: Im Jahre 2002 fanden in Österreich, sowie den benachbarten Ländern die Messungen zum seismischen Großprojekt Alp 2002 statt. Es soll dabei ein 3D-Modell der Erdkruste erstellt werden. Die Laufzeiten der seismischen Wellen durch den Untergrund werden über die Fortpflanzungsgeschwindigkeiten der einzelnen Krustenschichten beeinflusst. Die Aufgabe dieser Arbeit ist es, die Einflüsse von Sedimentbecken auf die seismischen Laufzeiten zu bestimmen. Die wenig kompakten Sedimentschichten haben niedrigere Ausbreitungs-geschwindigkeiten und verursachen dadurch größere Laufzeiten. Für Strahlen durch Sedimentbecken müssen daher die Laufzeiten um die Verzögerungsbeträge korrigiert werden, damit die Schichttiefen für ein 3D-Modell richtig bestimmt werden. Zur Bestimmung dieser Verzögerungsbeträge eignen sich die Daten von Alp 2002 nur bedingt. Durch die großräumige Auslegung können kleinere Sedimentbecken kaum aufgelöst werden, insbesondere wenn kein Schuss im Sedimentbecken liegt. Daher wurden auch zwei weitere Methoden zur Bestimmung dieser Delayzeiten für die Molassezone, das Wiener Becken und das Steirische Becken verwendet. Aus den Erdölexplorationsdaten für die 3 Becken wurden Geschwindigkeits-Tiefenmodelle bestimmt und daraus Delayzeiten berechnet. Als dritte Methode wurden aus Schweremessdaten die lokalen Effekte, die von den Sedimentbecken stammen, isoliert und daraus Delayzeiten bestimmt. In dieser Arbeit werden die 3 Methoden anhand der 3 Becken verglichen. Die beiden alternativen Methoden liefern brauchbare Ergebnisse für die Delayzeiten und können zur Bestimmung dieser Laufzeitverzögerungen verwendet werden.

Abstract: In 2002 the seismic large-scale project Alp 2002 was started in Austria and its neighbouring countries. Therein a 3D-model of the earth crust is to be created. The travel times of these seismic waves through the underground are influenced by the propagation velocities of the individual crust layers. The task of this work is to determine the influence of sediment basins on the seismic travel times. The little compact sediment layers have lower propagation velocities in comparison to the surrounding and thereby cause higher travel times. These travel times for rays through sediment basins must be corrected by this amount of delay, to determine layer depths correctly for the 3D-model. For the determination of these amounts of delay the Alp 2002 project is only conditionally suitable. Smaller sediment basins can hardly be dissolved by the spacious interpretation, in particular if no shot lies in the sediment basin. Therefore two further methods to determine the delay times of the Molasses zone, the Viennese basin and the Styrian basin were used. Velocity- depth models were developed from oil exploration data and with that models delay times were computed. As a third method the local gravity effects, originating from the sediment basins, were isolated from gravity data. In this work the methods are compared by means of 3 basins. The both alternative methods are suitable for determining the amounts of delays. Furthermore useful results were derived.

top

Regina Gegenleitner: Februar 2003
Anwendung von Georadarmessungen zur Untersuchung von
neotektonischen Vorgängen im Wiener Becken
Kurzfassung: In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, ob mittels Georadar geologische Strukturen, die neotektonische Vorgänge widerspiegeln, erkundet werden können. Das Ziel der Erkundung ist das Auffinden von geologischen Störungen, die sich bis in oberflächennahe Bereiche fortsetzen. Diesbezügliche Messungen wurden in zwei Untersuchungsgebieten im Wiener Becken, das eine Vielzahl von Störungen aufweist, durchgeführt. Diese Messgebiete sind auch Untersuchungsgebiete des ENTEC–Projektes (Environmental Tectonics Research Program), eines geowissenschaftlichen Forschungsnetzwerkes, an dem auch das Institut für Geologie der Universität Wien beteiligt ist.
Das Ergebnis der Georadarmessungen im Messgebiet Gänserndorf zeigt den Verlauf einer Schicht, die eine Unterbrechung und einen deutlichen Versatz aufweist.
Im Messgebiet Ebergassing–Wienerherberg zeigt das sonst eher gleichmäßig erscheinende Reflexionsbild an einigen Stellen Diskontinuitäten. Neben für das Georadar ungünstigen Bodenverhältnissen haben sich hier auch noch Störeinflüsse elektromagnetischer Natur in den Radargrammen abgezeichnet. Die Ergebnisse zusätzlicher Messmethoden, wie Seismik, Gravimetrie, Elektromagnetische Induktion und geoelektrische Sondierung, geben aber übereinstimmend Aufschluss über den geologischen Aufbau des Untergrundes. Sie stützen somit die Annahme einer neotektonischen Störung. Insbesondere der Vergleich mit einem entsprechenden Profil der OMV 3D–Seismik, in dem eine Störungszone deutlich sichtbar ist, ermöglicht, vermutete Störungsäste bis an die Oberfläche zu verfolgen.
In beiden Untersuchungsgebieten konnten also Ergebnisse erzielt werden, die die Struktur des Untergrundes in Zusammenhang mit neotektonischen Vorgängen bringen.
Zusätzlich zu den im Vordergrund stehenden Georadarmessungen wurden in einem der beiden Messgebiete, der Mitterndorfer Senke, auch Untersuchungen mit anderen geophysikalischen Methoden durchgeführt. Die einzelnen Ergebnisse wurden verglichen und ermöglichten eine gemeinsame Interpretation.

top

Michael Behm: Oktober 2002
Erstellung eines 3D-Modells der Ostalpen mit refraktionsseismischen Daten

Kurzfassung: Die vorliegende Arbeit hat die Auswertung refraktionsseismischer Messungen zum Inhalt, welche im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes CELEBRATION 2000 durchgeführt wurden. Dieses Projekt stellt das bis dato größte seismische Messprogramm in Zentraleuropa dar und hat die Erstellung eines dreidimensionalen geophysikalischen Modells der Lithosphäre zum Ziel.
Nach einem Überblick über den Kenntnisstand lithosphärenrelevanter Forschungen und Datensets in Zentraleuropa wendet sich die Arbeit zwei Zielen zu: Einerseits werden erste Modelle der Geschwindigkeitsverteilung der Erdkruste sowie der Mohorovicic-Diskontiunität für ein ausgewähltes Teilgebiet (Ostalpen und Alpenvorland) erstellt, andererseits werden die dazu verwendeten Methoden und Technologien bzw. ihre Anwendbarkeit auf die allgemeine Problemstellung "3D-Invertierung refraktionsseismischer Daten" geprüft. Es wird gezeigt, dass zur Erstellung von Startmodellen die Kombination von Tomographie und Delayzeitmodellen durchaus eine Alternative zur reinen Tauchwellentomographie darstellt. Von besonderer Bedeutung erweist sich dabei die Beachtung des 3D-Aspektes von Beginn an, wobei die notwendige Effektivität im Fall der Tomographie durch CMP-Sortierung der Daten erreicht wird. Zur Beschreibung ausgeprägter Refraktoren (Sediment-Unterkante, Mohorovicic-Diskontiunität) werden flächenhafte Delayzeitmodelle herangezogen.

Abstract: CELEBRATION 2000 is a huge international 3D-refraction campaign which targets the structure of the Central European lithosphere. In this work non-standard methods are examined and applied to obtain a 3D-model of the velocity distribution of the crust and a model of the crust-mantle-boundary for the Eastern Alpine area and the Foreland. It is shown that the combination of tomography and delay time models is an alternative to pure diving wave tomography. Regionalized 1D-diving wave tomographic inversions of CMP-sorted travel times lead to a 3D-model of the velocity distribution. Distinct refractors like the crust-mantle-boundary and the basement are described with 2D-delay time models. A summary of lithospheric research and data sets in Central Europe is also included.

top

Eva-Maria Rumpfhuber: Dezember 2001
Vorerkundung eines geotechnischen Projekts mit den
Methoden der Seismik und der Gravimetrie

Kurzfassung: Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden die für ein geplantes Tunnelprojekt in Linz bereits gemessenen seismischen Daten übernommen und refraktions- bzw. reflexionsseismisch ausgewertet sowie interpretiert. Zusätzlich wurde an 340 Stationen flächendeckend eine relative Schweremessung durchgeführt. Die gemessenen Schwerewerte wurden entsprechend mit Korrekturen und Reduktionen versehen. Die Ergebnisse seismischer und gravimetrischer Messungen waren die Grundlage für die Bildung eines 3D-Untergrundmodells.
Für die Erstellung eines Dichtemodells wurden aus den seismischen Geschwindigkeiten Dichten für die jeweiligen Schichten abgeschätzt. Die Berechnung des regionalen Trendanteils erfolgte nach der Erstellung eines geologischen Modells, das bereits die aus der Seismik ermittelten Horizonte sowie die abgeschätzten Dichten enthielt.
Der verbleibende lokale Trendanteil ging in die 2D-Modellierung ein. Die Ergebnisse der 2D-Modellierung war wiederum die Grundlage für eine 3D-Modellierung und die Berechnung einer Modellschwere. Der Vergleich der berechneten Modellschwere und der auf den gemessenen Schwerewerten basierenden Bougueranomalie sowie die Diskussion der Ergebnisse in Hinblick auf das geotechnische Projekt (Tunnel) beschließt die Arbeit.

Abstract: In this diploma thesis already existing seismic data of a projected tunnel in Linz - Upper Austria were used, processed, as well as reinterpreted. Additionally there were 340 points of relative gravity measurements observed. These gravimeter readings were the subject of usual corrections and reductions. Finally the seismic and gravimetric measurements were the basis for a 3D-subsurface model.
The seismic velocities were used to estimate densities for each layer. Together with the seismic and gravimetric results the density model built the basis for a 2D-modelling. After this procedure a 3D-subsurface model could be constructed and a gravity model could be calculated.
The calculated model was compared to the measured data and pointed out that the remaining effects were because of local anomalies. In the end questions referring to the results were discussed.

top

Michael Pregesbauer: Mai 2001
Geophysikalische Untersuchungen zur Hydrologie des Mölltales im Bereich von Döllach

Kurzfassung: Aus dem Datenmaterial einer bereits vorhandenen seismischen sowie einer durchzuführenden gravimetrischen Messung sollte ein 3D Modell eines glazialen Tales erstellt werden. Zu diesem Zwecke wurden entsprechende Messungen im Bereich von Döllach im Mölltal (Kärnten) vorgenommen.
Eine Standardauswertung der seismischen Messdaten ergab, dass sich das kompakte Gestein rund 70 bis 110 Meter unter der gegenwärtigen Taloberfläche befindet und durch Lockergestein überlagert ist. Aus den seismischen Geschwindigkeiten wurden für die verschiedenen Schichten die entsprechenden Dichten geschätzt. Mit Hilfe dieser Dichten wurde eine Modellierung der bereits korrigierten und reduzierten Schwerewerte auf Basis der seismischen Ergebnisse vorgenommen. Anhand von Profilschnitten wurde die Talform des Untergrundes unterhalb des Lockermaterials rekonstruiert. Mittels einer Vielzahl solcher Profilschnitte wurde ein 3D Modell des Tales hergestellt und zur Berechnung einer 3D Modellschwere herangezogen. Nach Abzug aller Korrekturen sowie des regionalen Trendfeldes konnte festgestellt werden, dass nur mehr örtliche Anomalien die in keiner Korrelation zur Mächtigkeit der Lockergesteinsüberlagerung stehen, übrig geblieben sind. Eine Fehlerabschätzung verschiedenster Einflüsse auf die Schwereanomalie beschließt die Arbeit.

Abstract: Seismic and gravimetric measurements were carried out in order to obtain data for the construction of a 3D subsurface Model of a glacial valley (Döllach/Mölltal).
A standard processing of the seismic data resulted in migrated sections which show that the compact rock is about 70 to 110 meters below the surface. The seismic velocities were used to estimate the density of the different layers. These densities were used to model the reduced and corrected gravity data. Several cross sections were constructed and a 3D model of the subsurface was created and from this a 3D gravity model was calculated. After applying a geological and a trend reduction the remaining effects were because of the local anomalies. Further analyses showed that these are not depths correlated. In the end possible influences on the gravity anomaly are discussed.


top

update 2011-09-20 Gusshausstr. 27-29, 1040-VIENNA, AUSTRIA | Phone: ++43-1-58801/12802 | Fax: ++43-1-58801/12892