Die Forschungsmodule

“Integrierte Energieraumplanung” existiert derzeit in Österreich eher als Idee denn als praxiserprobte Toolbox. Das Spektrum der zu analysierenden Steuerungsinstrumente mit Energierelevanz muss dabei bei weitem über die rein “klassische” regulative (Raum)Ordnungsplanung hinausgehen, und etwa kommunikativ / bewusstseinsbildende, finanzierende, marktaktivierende, standortentwickelnde und prozessuale Wirkungsweisen analysieren, um daraus verbesserte Lösungsstrategien entwickeln zu können. Das Forschungsprojekt setzt bei jenen Raumstrukturen an, die zum einen das größte Effizienz- und Einsparungspotential und zum anderen das größte Steuerungspotential vorhanden ist:

  • Fokus 1: Stadtquartiere
    Wie können Energieträgerentscheidungen für Stadtteile (Quartiere) getroffen- und raumplanerisch und rechtlich verankert werden? Welche Werkzeuge und Instrumente braucht es, um Energie-Vorgaben aus der gesamtstädtischen Eben in messbaren Umsetzungsschritten stadtteilweise zu etablieren - und zwar nicht nur im Neubau?
  • Fokus 2: ÖV-Achsen (Quartiere um Bahnhöfe und Haltestellen)
    Welche Rolle spielen die regionalen Hauptachsen der Infrastruktur und des ÖV bei der räumlichen (Nach)Verdichtung nach Energieeffizienzkriterien? Was macht ein intelligentes Energiesystem für eine “Smart City Energieregion” aus?
  • Fokus 3: Interkommunale Flächenpotenziale erneuerbarer Energien
    Welche interkommunalen Ansätze gibt es, um die Flächenpotenziale erneuerbarer Energieträger wesentlich umsatzstärker als bisher zu mobilisieren?