HOME

   News
 

 Über Uns

 

 Publikationen

   Veranstaltungen
 

 Vorlesungen

   Projekte
 

 Kontakt 

   Presse
 

 Links

 Impressum

 Interner Bereich

 

DEUTSCH ENGLISH
 

NEWS

 

2010-05-20

Bauen Sie auf unserem Wissen: TU Graz und TU Wien starten gemeinsamen Universitätslehrgang für Nachhaltiges Bauen
Informationsveranstaltungen am 26. Mai (Wien) und 31. Mai (Graz)



Nachhaltiges Bauen entwickelt sich zum großen Trend in der Bauwirtschaft: die ganzheitliche Betrachtung ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Aspekte über den gesamten „Lebensweg“ eines Bauwerks rückt immer stärker in den Vordergrund. Langfristig gedachte, umweltfreundliche Lösungen für Bauprojekte stellen damit auch eine Herausforderung für die Ausbildung dar. Die passende Antwort auf die neuen Anforderungen bieten jetzt die Technische Universität Wien und die Technische Universität Graz mit dem zweisemestrigen Universitätslehrgang „Nachhaltiges Bauen“, der mit Oktober erstmals startet.

Interessierte sind zu den Informationsveranstaltungen am 26. Mai 2010 in Wien und am 31. Mai 2010 in Graz herzlich eingeladen.

Kein Haus hält ewig – die Lebensdauer und Wiederverwertbarkeit der Baustoffe müssen daher schon bei der Planung eine Rolle spielen, will man umweltbewusst und nachhaltig handeln. „Nachhaltigkeit bedeutet, auch die Nutzung und die Beseitigung von Bauwerken zu planen, Umweltwirkungen und Lebenszykluskosten zu minimieren und an die Auswirkungen auf künftige Generationen zu denken“, erklärt Peter Maydl, Professor am Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie, der den Lehrgang von Seiten der TU Graz initiiert hat. „Das Bauwesen gehört mit zu den zwei bis drei Sektoren, wo es zukünftig das größte Optimierungspotenzial hinsichtlich mehr Nachhaltigkeit zu heben gilt", bekräftigt Prof. Helmut Rechberger, Lehrgangsleiter seitens der TU Wien, vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft.

Ausbildung mit Zusatznutzen

Mit dem neuen Universitätslehrgang „Nachhaltiges Bauen“ wollen die Lehrgangsleiter die Grundsätze der Nachhaltigkeit in Projektentwicklung, Planung und Ausführung, Betrieb und Beseitigung von Bauwerken vermitteln. Absolventen kennen die theoretischen Grundlagen nachhaltigen Wirtschaftens, betrachten den Lebensweg eines Bauwerks umfassend und können die erlernten Kenntnisse und „Werkzeuge“ unmittelbar in der Praxis anwenden. Darüber hinaus erwerben sie die Qualifikation, um Gebäudeenergieausweise zu erstellen. Zusätzlich wird der Universitätslehrgang von der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) als Ausbildung zum Auditor anerkannt.

Zielgruppe sind Führungskräfte mit bauspezifischem Hintergrund. Zulassungsvoraussetzung ist ein technisches, naturwissenschaftliches, juristisches oder wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium. Bei nicht-technischen Studien sind fünf Jahre Berufserfahrung mit Bezug zum Bauwesen vorzuweisen. Über entsprechende Berufserfahrung können auch Personen ohne Hochschulabschluss zugelassen werden.
 

Informationsveranstaltungen:
 
Informationstag Wien
Termin: 26. Mai 2010, 18.00 Uhr
Ort: Technische Universität Wien 
 
Informationstag Graz
Termin: 31. Mai 2010, 18.00 Uhr
Ort: TU Graz, Bautechnikzentrum, Inffeldgasse 24, 8010 Graz

 


Universitätslehrgang „Nachhaltiges Bauen“
Bewerbungsfrist: 15. Juli 2010
Start: 6. Oktober 2010
Dauer: zwei Semester, Abhaltung berufsbegleitend in Wochenend-Modulen
Unterrichtsorte: Graz und Wien
Unterrichtssprache: Deutsch
Teilnahmegebühren: 9.000 Euro
Abschluss: Zertifikat


Nähere Informationen:
cec.tuwien.ac.at/tu_college/universitaetslehrgaenge/nachhaltiges_bauen/    
www.LifeLongLearning.tugraz.at

 


 

 

 

 

2009-12-11

Aus der Vortragsserie "ARA-Lectures":

14. Dezember 2009, 17:30 Uhr 

„Von der gerechten Verteilung der Ressourcen“

Clemes Sedmak,
F.D. Maurice Lehrstuhls für Sozialethik,
 King’s College, London

 

Die ARA Lectures gehen in die nächste Runde.
Nach den bisherigen spannenden Vorträgen von

  • Hans Joachim Schellnhuber – Die Neuerfindung der Moderne

  • Gregory Kiss – Buildings that Benefit the Environment

  • Bertrand Piccard – Im Solarflugzeug rund um die Erde

 

ist es uns gelungen, den Inhaber des F.D. Maurice Lehrstuhls für Sozialethik am King’s College in London, Clemes Sedmak, für einen Vortrag zum Thema „Von der gerechten Verteilung der Ressourcen“ am Montag, dem 14. Dezember 2009, ab 17.30 Uhr, im Festsaal der TU Wien zu gewinnen. Er wird der Frage nachgehen, wie die Menschheit angesichts von Klimawandel und Finanzkrise mit den Gütern, die zur Verfügung stehen, gerecht umgehen soll.

Sedmak ist neben seiner Tätigkeit in London auch der Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung an der Universität Salzburg und verfasste zahlreiche Publikationen zu Fragen der Sozialethik.

 

Anmeldung erbeten unter: aralectures@tuwien.ac.at

 

 


 

 

 

2009-05-25

 

PIONIERGEIST UND WAGEMUT IM SOLARFLUGZEUG RUND UM DIE ERDE

In einer Welt, die von fossilen Energieträgern abhängig ist, scheint die Idee, mit einem rein solarbetriebenen Flugzeug die Erde umrunden zu wollen, wie ein Paradoxon.
Der Schweizer Psychologe und Abenteurer Bertrand Piccard ist jedoch einer von jenen visionären Impulsgebern, die scheinbar Unmögliches möglich machen. Als ausgewiesener Pioniergeist trägt er dazu bei, einer in den Kinderschuhen steckenden Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Schon einmal vor 10 Jahren sorgte er für Aufsehen, als er als erster Mensch mit einem Heißluftballon die Erde im Nonstop-Flug umrundete.
Mit seinem neuesten Projekt Solar Impulse wird er ein Zeichen setzen und die Grenzen der heutigen Technologie verschieben. Der Jungfernflug seines Solar-Flugzeuges ist für den 26. Juni 2009 geplant. Nur 10 Tage davor spricht er bei den ARA Lectures in Wien.


Bertrand Piccard | Solar Impulse
am 16. Juni 2009, 18.00 Uhr s.t.
Festsaal der Technischen Universität Wien
1040 Wien, Karlsplatz 13
Eine Veranstaltung des Centers for Sustainable Technology der TU Wien und der ARA AG.

Weitere Informationen:

> Einladungsfolder


16. Juni 2009, 18 Uhr s.t.
Festsaal der Technischen Universität Wien
1040 Wien, Karlsplatz 13

Bitte um Anmeldung unter:
aralectures@tuwien.ac.at  
oder FAX: +43 1 58 801 22697
 

 


 

 

MiA-Award 2009

Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Vasiliki-Maria Archodoulaki vom Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie wurde in der Kategorie „Wissenschaft & Forschung“ ausgezeichnet.

Vasiliki-Maria Archodoulaki ©www.mia-award.at
Vasiliki-Maria
Archodoulaki

Bereits zum zweiten Mal wurde am 6. März 2009 der "MiA-Award" verliehen. Unter den glücklichen Preisträgerinnen ist die TU-Forscherin Vasiliki-Maria Archodoulaki. Vasiliki-Maria Archodoulaki stammt aus Griechenland und lebt seit 1984 in Österreich.

Der Preis ist eine Auszeichnung für besondere Leistungen von Frauen mit Migrationshintergrund. Staatssekretärin Christine Marek, die Initiatorin und Vorsitzende des gleichnamigen Vereins MiA zeigte sich begeistert: „Mit diesem Preis ist es uns gelungen, Erfolgsgeschichten von Frauen mit Migrationshintergrund, die in Österreich eine neue Heimat gefunden haben, vor den Vorhang zu holen und damit die öffentliche Wahrnehmung zum positiven zu verändern. Gerade diese hervorragenden Frauen können und sollen anderen Frauen Mut machen, Schritte zur eigenen Entfaltung zu setzen. Mit der MiA haben wir eine hervorragende Plattform dafür geschaffen."

Die Auszeichnung wird in den Kategorien "Wissenschaft und Forschung", "Humanitäres und gesellschaftliches Engagement", "Wirtschaft", "Kunst und Kultur" sowie "Sport" vergeben. In diesem Jahr gab es erstmals auch einen Sonderpreis "Journalismus“.
 

Nähere Informationen finden Sie unter http://www.mia-award.at.
 

 

 


 

 

 

2009-03-03

 

Nachhaltige Entwicklung und IKT, Ringvorlesung SS09

 

Die Gesellschaft steht vor großen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen. Informations- und Kommunikationstechnologie kann besonders in interdisziplinärer Forschung und Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen wertvolle Beiträge für eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft leisten.

In dieser Ringvorlesung wird die Breite des Problems durch Präsentationen von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus verschiedenen Fachgebieten gezeigt, wobei immer der Bezug zur IKT hergestellt wird.

Die Ringvorlesung wird von der Fakultät für Informatik organisiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Fakultäten sind herzlich willkommen, denn die Vorlesung soll auch als Forum zur Diskussion gemeinsamer Ideen dienen!

 

Weitere Informationen:
> Einladung zur Ringvorlesung

> Weitere Informationen und Anmeldung

 


 

 

 

2008-12-18

Aus der Vortragsserie "ARA-Lectures":

20. Jänner 2009, 17 Uhr s.t.

Towards the Productive Infrastructure:
Buildings that Benefit the Environment


Gregory Kiss, B.A. M. Arch.
Kiss + Cathcart, Architects, Brooklyn, NY

Gregory Kiss has been advancing the art and technology of environmentally responsible architecture for over 25 years. Since graduating from Yale University and Columbia University School of Architecture and Planning in 1983, he has designed many ground-breaking high-performance building projects in the Americas, Europe and Asia. His research into the application of photovoltaics (PV) for buildings has led to new products and systems, including some of the first building-integrated PV projects in the world. His firm is currently developing systems that integrate water collection, waste treatment and energy generation into building envelopes. His firm, Kiss + Cathcart Architects, is committed to the goal of "productive" projects - buildings which produce a quantifiable benefit to the environment in every possible way.

Kiss + Cathcart is an innovative, research-based architectural practice that has designed a variety of pioneering projects around the world. Significant recent projects include the Stillwell Avenue Solar Train Shed at Coney Island, New York, for New York City Transit; the Bocas del Toro research station in Panama for the Smithsonian Tropical Research Institute; and the IJsselstein Rowhouses in the Netherlands. Projects under design or study include two zero-impact park building projects for New York City Department of Parks and Recreation; an Eco Mixed-Use project in the United Arab Emirates; and a National Science Foundation research study on the implications of self-sustaining buildings and infrastructure, based on Kiss + Cathcart's 2020 Tower project.

Weitere Informationen:

> Einladungsfolder


20. Jänner 2009, 17 Uhr s.t.
Festsaal der Technischen Universität Wien
1040 Wien, Karlsplatz 13

Bitte um Anmeldung unter:
aralectures@tuwien.ac.at  
oder FAX: +43 1 58 801 22697
 


 

 

2008-09-29

Forum Sustainable Technologies

Klimawandel, Ressourcenknappheit bei wachsendem Energieverbrauch sind (leider) wissenschaftlich erhärtete Tatsachen. Die Folgen dieser Entwicklungen werden uns vor große Herausforderungen stellen: Diese betreffen fast alle Bereiche des Lebens sowie der Wirtschaft und Wissenschaft, wie an Aktivitäten führender Universitäten und Forschungszentren in der ganzen Welt zu erkennen ist. Das Ziel des Forums ist es am nachhaltigen Einsatz von Technologie interessierte Menschen der TU Wien zusammenzubringen, um in lockerer Atmosphäre aktuelle Themen zu diskutieren und in weiterer Folge eine Grundlage für zukünftige gemeinsame Projekte und Forschungsarbeiten zu schaffen. Eingeladen sind alle Forscher/-innen und ganz besonders Studierende aller Fakultäten der TU-Wien!

 

 Erstes Treffen am 15. Oktober 17:00 – 18:30
danach 2-wöchentlich
 Vortragsraum: Haupt-Bibliothek im Freihaus (Resselg. 4), 5. Stock
Diskussionsleiter: Dr. Alexander Schatten (Inst. f. Softwaretechnik)

 

 

Weitere Informationen:

Einladung CST Forum

Begleitbrief zur Einladung


Rückfragehinweis:
Dr. Alexander Schatten

Tel.: +43 1 58801 18840
E-Mail: alexander.schatten@tuwien.ac.at
Institute for Software Technology and Interactive Systems
Favoritenstr. 9-11/188
1040 Wien

 

 


 

 

 

2008-07-21

 

Neue Vortragsserie "ARA-Lectures"

 

Den Auftakt zu den ARA-Lectures bildete der Vortrag von Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, zum Thema "Die Neuerfindung der Moderne - Was die Gesellschaft mit der Wende zur Nachhaltigkeit gewinnt und warum Energiesicherheit, Wirtschaftswachstum und Klimaschutz nicht im Widerspruch stehen"


Mit den ARA Lectures bietet das Center for Sustainable Technology in Kooperation mit dem ARA System einen neuen Ort der Information, der Inspiration und des Austauschs mit herausragenden internationalen ReferentInnen aus dem Spektrum des Ressourcenmanagements und der Nachhaltigen Entwicklung. Die ARA Lectures werden in regelmäßigem Rhythmus fortgesetzt, um energetische, materielle, ökonomische und humane Ressourcen als Themen zu behandeln.

mehr >>

 

Rückfragehinweis:

 

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Helmut Rechberger

Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement
und Abfallwirtschaft

Technische Universität Wien

Karlsplatz 13/226

A-1040 Wien

 

Tel.: +43 1 58801 22645

E-Mail: helmut.rechberger@tuwien.ac.at

 

 


 

 

2008-03-13

CST der TU Wien um ein Mitglied reicher

 

Seit kurzem ist das Center for Sustainable Technology um ein Mitglied reicher. Prof. Manfred Grasserbauer konnte darüber hinaus für den CST-Steuerungsausschuss gewonnen werden.

Prof. Grasserbauer ist am Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Analytische Chemie in Werkstoff- und Umweltwissenschaften sowie Fragestellungen der nachhaltigen Entwicklung; er ist Verfasser von über 300 wissenschaftlichen Arbeiten.

Prof. Grasserbauer stellt auf Grund seiner großen wissenschaftlichen Erfahrung und seiner umfangreichen nationalen wie internationalen Kontakte eine Bereicherung für das CST dar. Er ist unter anderem Träger des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Forschung 1. Klasse der Republik Österreich und des ERASMUS Preises der Europäischen Union. Weiters ist er in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten und Organisationen tätig.

 

Weitere Informationen:

> Publikationen Grasserbauer, Manfred

> Forschungsprojekte Grasserbauer, Manfred

 

 

 


 

 

2008-03-10

CST der TU Wien für den Nachhaltigkeitspreis nominiert

 

Das Center for Sustainable Technology der TU Wien wurde für den Nachhaltigkeitspreis, der als gemeinsame Initiative vom Lebensministerium und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung an österreichische Universitäten, Fachhochschulen und pädagogische Hochschulen vergeben wird, nominiert.

 

Die feierliche Verleihung findet am 11.3.2008 im Großen Saal der Aula der Wissenschaften in Wien im Beisein der Bundesminister Dr. Johannes Hahn und DI Josef Pröll statt.

 

> Weitere Informationen zum Sustainability Award

 

 

Rückfragehinweis:
ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Dr.techn. Ernst PUCHER

Technische Universität Wien

Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrzeugbau
Gußhausstraße 27-29/315
A-1040 Wien
Tel.: +43 1 58801 31520
Fax: +43 664 77 3015285

E-Mail: ernst.pucher@tuwien.ac.at

 

 


 

2007-11-20

CNG600-mono Prototypenfahrzeug vorgestellt

Das CNG600mono Prototypenfahrzeug stellt ein Erdgasfahrzeug der nächsten Generation dar. Durch den Einsatz neuer Leichbautanks und intelligenter Antriebsstrangauslegung konnte ein Konzept realisiert werden, das ohne zusätzliche Benzinnottanks auskommt und eine Reichweite bis über 600km im reinen Gasbetrieb besitzt. In Kombination mit dem sauberen Energieträger Methan konnte so erstmals ein 7-sitziger Mittelklasse Van mit einem CO2 Ausstoß unter 120g/km entwickelt werden. Gleichzeitig stößt dieses Fahrzeug nur extrem geringe Mengen an Partikel und Stickoxiden aus und stellt somit ein zukunftsweisendes Konzept für die nächste Generation nachhaltiger Fahrzeuge für Europa dar.

Im Zuge des aktuellen Forschungsprogrammes CNG600mono bildete sich eine Kooperation zwischen MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik AG & Co KG, der TU Wien Prof. Dr. Ernst Pucher, Opel Special Vehicles, VENTREX (KMU) und der ÖAMTC AKADEMIE. Der Schwerpunkt des Projektes liegt darin, ein monovalentes Erdgasfahrzeug mit 600 km Reichweite zu entwickeln und möglichst niedrige CO2-Werte zu erreichen.

Auf gesamteuropäischer Ebene wird ein Erdgasanteil im Straßenverkehr von 10% bis zum Jahr 2020 angestrebt. Erdgasfahrzeuge haben bei aktuellen Untersuchungen ihr hohes Potential hinsichtlich der Lösung von Umweltproblemen gezeigt. Genannt seien insbesonders die Klimarelevanz (CO2), Feinstaubproblematik (PM10) sowie die anstehende Sanierung der NO2-Grenzwertüberschreitung an verkehrsnahen Luftgütemessstationen. Die Reichweite der Fahrzeuge im CNG-Betrieb ist derzeit auf 300 bis 400 km beschränkt. Um den Kundennutzen und folglich die Akzeptanz dieser Fahrzeuge auch im Einsatz auf mittleren und längeren Distanzen zu verbessern wurde im Rahmen des Projektes eine signifikante Erhöhung der Reichweite erzielt. Es wurde eine seriennahe Lösung erarbeitet, die hinsichtlich Reichweite, Gewicht, Kosten, Effizienz und damit Kundenakzeptanz den derzeitigen Fahrzeugen deutlich voraus ist.

Der Gesamtantriebsstrang des CNG600 Prototypenfahrzeugs wurde mittels neuer Experimental- und Simulationstools für niedrigsten Kraftstoffverbrauch unter verschiedenen Betriebszuständen ausgelegt. Gesamthafte Optimierungen des Motors und des Antriebstranges sowie die systematische Reduktion der Fahrwiderstände führten zu verbesserter Energieeffizienz im Überland- und Stadtverkehr. Die Berechnungsergebnisse wurden hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen mittels Real-World On-Board Messfahrten validiert. Diese Messungen erfolgten hoch zeitaufgelöst und in Kombination mit GPS Tracking um eine klare örtliche Zuordnung zu erreichen.

Das neue Tanksystem des Konzeptfahrzeuges wird durch die Einführung innovativer Leichtbau-Verbundwerkstoffe in Kombination mit neuen Ventiltechnologien den Einstieg in die 30 MPa Speichertechnologie sowie Multibehälter-Management ermöglichen. Die für eine Serienlösung notwendigen Anpassungen von Gesetzen und Normen wurden erarbeitet. Es wurden in Österreich produzierte Antriebskomponenten (Spezialgetriebe des Opel Werks in Wien Aspern) und moderne Energiespartechnologien wie Start-Stopp Anlage, energiesparendes Tagfahrlicht und rollwiderstandsreduzierte Reifen von Michelin integriert. Das Ergebnis ist ein seriennahes Prototypfahrzeug CNG600, basierend auf dem siebensitzigen Opel Zafira. Durch Zusammenführung der genannten Lösungen wurde eine Reichweite von über 600 km sowie ein CO2-Ausstoß von etwa 120 g/km erzielt.

 

Das Projekt CNG600mono wurde gefördert durch das bmvit im Rahmen des Austrian Advanced Automotive Programms (A3).

 

> Informationen zur Pressekonferenz und der abschließenden Fachtagung

 

Rückfragehinweis:
ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Dr.techn. Ernst PUCHER

Technische Universität Wien

Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrzeugbau
Gußhausstraße 27-29/315
A-1040 Wien
Tel.: +43 1 58801 31520
Fax: +43 664 77 3015285

E-Mail: ernst.pucher@tuwien.ac.at

 


 

2007-07-05

Umweltstipendium und Sonderpreis

Am 4. Juli 2007 erhielt Gerd Rebernig in Anwesenheit des Wissenschaftsministers für seine Dissertation das "Hans Roth Saubermacher Umweltstipendium". Renata Bogucka wurde mit einem Sonderpreis für ihren Vergleich der Kunststoffabfallbewirtschaftung in Österreich und Polen ausgezeichnet.

 

Prof. Brunner (Mitte), Gerd Rebernig (rechts), Renata Bogucka (links) und Bundesminister Hahn

Prof. Brunner (Mitte), Gerd Rebernig (rechts), Renata Bogucka (links) und Bundesminister Hahn

Dipl. Ing. Gerd Rebernig eröffnete vor drei Jahren als Doktorand an der Technischen Universität Wien am Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft und ein völlig neues Forschungsgebiet. Das Thema "Emissionen von urbanen Oberflächen", d.h. die systematische Untersuchung aller relevanten Stoffflüsse, die aus Oberflächen von Bauwerken und Infrastrukturen einer Stadt entstehen, scheint vordergründig nichts mit Abfallwirtschaft zu tun zu haben.

Rebernig zeigte jedoch in seiner Arbeit, dass je nach Beschaffenheit urbaner Oberflächen diese mehr oder weniger zur Verunreinigung von Klärschlamm beitragen, und dass langfristig durch die konsequente Wahl von umweltverträglichen Oberflächenmaterialien Klärschlämme von Schwermetallen entlastet werden könnten. Die Arbeit geht jedoch über die Klärschlammfrage hinaus und befasst sich generell mit Quellen, Transportwegen und Senken von Schadstoffen in Städten. Sie zeigt, dass die heutigen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt vor Schwermetallen durch einen stoffflussbasierten und systemorientierten Ansatz wesentlich verbessert werden könnten.
Durch internationale Forschungskooperation, insbesondere mit schwedischen Experten, sowie durch wirkungsvolle Präsentation der Resultate gelang es Gerd Rebernig, den zuvor unbeachteten Gegenstand "Emissionen von urbanen Oberflächen" zum Thema einer vom Umweltministerium und der TU Wien im Rahmen der Europäischen Präsidentschaft Österreichs organisierten internationalen Konferenz zu machen.

Mag. Renata Bogucka arbeitet als Doktorandin sowohl an der Wirtschaftsuniversität Poznan, Fakultät für Warenwissenschaft – Qualitätsmanagement, Institut für Produktökologie wie auch im Rahmen eines Ernst Mach Stipendiums an der Technischen Universität Wien, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft. Während ihres eineinhalbjährigen Aufenthaltes an der TU Wien erstellt sie verschiedene Studien zum Thema "Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen".

Insbesondere analysiert sie anhand von Stoffflussanalysen die Wirkung von abfallwirtschaftlichen Maßnahmen auf den Kunststoffhaushalt Österreichs, vergleicht die Situation in Österreich mit Polen, und erarbeitet Vorschläge für eine zielorientierte, d.h. ressourcenschonende, umweltverträgliche und effiziente Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen in Polen. Als wesentlichstes Resultat konnte sie zeigen, dass bezüglich der Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen legistische Maßnahmen im Bereich der Deponierung  zielführender und wirkungsvoller sind als die Regulierung und getrennte Sammlung von Kunststoffverpackungen. Eine Erkenntnis, die es zukünftig in Polen umzusetzen gilt. Renata Bogucka veröffentlichte ihre Arbeiten bei verschiedenen Konferenzen im In- und Ausland und hat bereits mehrere Artikel in den wesentlichen Fachzeitschriften eingereicht.

 


 

Klimaschutzgipfel 2007 der Bundesregierung
 im Bundeskanzleramt


Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer und Umweltminister Josef Pröll leitenden als Vorsitzende den am 16. April in Wien stattfindenden Klimaschutzgipfel 2007. Im Mittelpunkt standen verschiedene Themen, die bei der Einhaltung der Kyoto-Klimaschutzkriterien maßgeblich sind. Diese wurden in den verschiedenen Panels unter Einbeziehung der Beiträge von Experten der jeweiligen Fachgebiete und Vertretern der Wirtschaft, NGOs und Politik diskutiert.

Panel 1: Umwelt, Landwirtschaft und Regionale Wirtschaft
Panel 2: Verkehr und Innovation
Panel 3: Industrie und Energie
Panel 4: Haushalte, Wohnen und Energieeffizienz

Ziel war es Strategien zu finden, die Erreichung der Klimaschutzziele für Österreich sicherstellen sollen.

Im Panel Verkehr und Innovation wurde unter anderem der Diskussionsbeitrag von ao. Univ.-Prof. DI Dr. Ernst Pucher des Institutes für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrzeugbau sowie des CST als Anregung für die Erstellung von Strategien erbeten. In seinem Vortrag ging er detaillierter auf den Beitrag des Verkehrs und deren Untergruppen ein: "Beim PKW gab es seit 1990 eine Zunahme des Fahrzeugbestandes um 50% und der CO2 Ausstoß ist um 25% gestiegen, d.h. je Einzelfahrzeug hat somit der CO2 Ausstoß um 25% abgenommen. Bei Nutzfahrzeugverkehr sieht das nicht so günstig aus, hier hatten wir eine Zunahme des Ausstoßes pro Fahrzeug von ca. 60%, was auf Umstellungen auf größere Fahrzeugkategorien und gestiegene Kilometerleistungen zurückzuführen ist.", so Prof. Pucher. "Weiters werden in Europa ca. 80% des Güterverkehrs auf der Straße abgewickelt, im Autofahrerland USA nur 40%."

Als Ansätze zur Reduktion des Ausstöße aus dem Verkehr nannte er den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen, Kohlenstoff-armen Kraftstoffen (z.B.: Methan) und die weitere Erhöhung der Antriebseffizienz. Ergänzend dazu wird der Ankauf von Emissionszertifikaten notwendig sein. Langfristig sollte der Weg in Richtung effizienter und Kohlenstoff-freier Antriebsformen bzw. Energieträger wie Wasserstoff und Brennstoffzelle gehen. Mit dem Hinweis auf die Beiträge der außeruniversitären und universitären Forschung zu den genannten Technologiefeldern und der diesbezüglich, notwendigen Standortsicherung schloss Prof. Pucher.

Nach den Schlussworten des Bundeskanzlers  Dr. Alfred Gusenbauer zum Klimagipfel 2007 soll dieser,auch im kommenden Jahr stattfinden.

 

Weiterführende Informationen:

> Website des BKA zum Klimaschutzgipfel

> Programm der Klimaschutzgipfels mit Videoaufzeichnungen

> Stellungnahmen zum Klimaschutzgipfel

 


Rückfragehinweis:
ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Dr.techn. Ernst PUCHER

Technische Universität Wien

Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrzeugbau
Gußhausstraße 27-29/315
A-1040 Wien
Tel.: +43 1 58801 31520
Fax: +43 664 77 3015285

E-Mail: ernst.pucher@tuwien.ac.at

 


 

 

Start zum A3 Leitprojekt des BMVIT
"Clean Energy Pathways 2020 for Sustainable Mobility"

Der Bedarf an sauberen Fahrzeugen für den Straßenverkehr steigt insbesondere aufgrund von zunehmenden Überschreitungen der Luftqualitätsgrenzwerte an verkehrsnahen Messstellen sowie der kaum möglich scheinenden Erfüllung der Kyoto Kriterien stetig. Dies gilt gleichsam für Flottenbetreiber, Kommunen wie auch für private Kunden. Die Entwicklung des Marktes für alternative und emissionsarme Antriebssysteme ist jedoch stark an die Versorgung mit sauberen Energieträgern wie CNG und Biokraftstoffe gekoppelt. Diese gasförmigen Energieträger bedingen jedoch neue Speichertechnologien.

Im Zuge des zweijährigen Forschungsvorhabens wird die Langzeitperformance der neuen Antriebe unter realen Bedingungen anhand von PKW und Schwerfahrzeugen im kommunalen Betrieb und im Flotteneinsatz untersucht. Dazu werden auch die Versorgung der Fahrzeuge mit Methan und virtuellem Biogas und Einflüsse der Energieversorgung auf den Betrieb evaluiert. Der Demonstrations- und Evaluierungsbetrieb von CNG Flottenfahrzeugen mit höheren Kilometerleistungen und CNG Kommunalfahrzeugen ermöglicht erstmalig ein nachhaltiges Monitoring von sauberen Antriebssystemen, basierend auf einem neuartigen Reallife In-car Messsystemen. Zur Langzeiterfahrung mit bekannten Konzepten kommt der Demonstrationsbetrieb von Erdgasfahrzeugen der nächsten Generation. Mit diesen fortgeschrittenen Konzepten wird sowohl der Betrieb mit Erdgas als auch mit virtuellem Biogas untersucht.

Die Erkenntnisse werden den beteiligten privaten und öffentlichen Flottenbetreibern als Basis für zukünftige Fahrzeugbeschaffungen zur Verfügung stehen und im Rahmen eines Symposiums im Herbst 2008 vorgestellt. Um die Potentiale alternativer Energie- und Automobilsysteme für zukünftige Generationen attraktiv und die Kreativität junger Forscher nutzbar zu machen, wird begleitend ein Wettbewerb für Jungforscher für das energieeffizienteste Fahrzeug durchgeführt.


Rückfragehinweis:
ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Dr.techn. Ernst PUCHER
Dipl.-Ing. Alexander SEKANINA

Technische Universität Wien
Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrzeugbau
Gußhausstraße 27-29/315
A-1040 Wien
Tel.: +43 1 58801 31520
Fax: +43 664 77 3015285

E-Mail: ernst.pucher@tuwien.ac.at; alexander.sekanina@tuwien.ac.at

 


 

 

"Treibhausneutrale" Müllverbrennung

WissenschafterInnen an der Technischen Universität (TU) Wien entwickelten eine Methode zur verlässlichen Bestimmung des Stromanteils aus erneuerbaren Energieträgern bei der Müllverbrennung. Im Hinblick auf CO2-Emissionen und den Handel damit, haben diese Daten für die Betreiber von Müllverbrennungsanlagen eine immer größer werdende Bedeutung.

Johann Fellner
Johann Fellner

Wien (TU) - "Aus routinemäßigen Messungen an Müllverbrennungsanlagen gewinnen wir Datenmaterial und können damit die Zusammensetzung des Abfalls berechnen." Johann Fellner vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft entwickelte zusammen mit Oliver Cencic und Prof. Helmut Rechberger ein Gleichungssystem, das auf mehreren Bilanzengleichungen basiert. "Es wird gemessen wie viel Müll in die Anlage kommt, wie viel Asche und Schlacke zurückbleiben, wie sich die Abluft zusammensetzt und wie viel Dampf erzeugt wird", erklärt Fellner weiter. "Damit 'füttern' wir unsere Gleichungen und berechnen somit die Abfallzusammensetzung."

Die Müllverbrennungsanlage Wels gab in Kooperation mit der Energie AG Oberösterreich das Projekt Ende 2004 in Auftrag und kann die Daten nach Entwicklung eines speziellen Softwaretools seither selbständig auswerten. Der Müll, der dort verbrannt wird, besteht zu rund 60% aus biogenen Materialien (z.B. Papier, Küchenabfälle, Holz) und zu 23% aus Kunststoffen. Daraus ergibt sich ein Stromanteil aus erneuerbaren Quellen von rund 45%.

Mit Strom aus Biomasse erzielen die Betreiber im Hinblick auf die Ökostromvergütung unter Umständen höhere Einspeisetarife als mit fossilen Energieträgern. Gesetzliche Vorgaben verpflichten sie einen Nachweis über die eingesetzten Energieträger zu erbringen. Bisher bedurfte das aufwendiger und wenig verlässlicher Sortieranalysen, bei denen Stichproben Rückschluss auf den gesamten Müllinput geben sollten.

Die durchgeführten Berechnungen sind zukünftig auch für den CO2-Emissionshandel von Bedeutung, da im Rahmen des europäischen Emissionszertifikatshandels jene CO2 Emissionen auszuweisen sind, die aus fossilen Energieträgern stammen. Die bei der Verbrennung von Biomasse freigesetzten Emissionen werden als treibhausgasneutral angesehen. 2008 wird es eine neue Zuteilung der Emissionszertifikate geben. Eventuell müssen dann auch Müllverbrennungsanlagen ihre CO2 Emissionen aus fossilen Energieträgern bescheinigen und "besteuern".

Die TU Wien hat die Erfindung europaweit zum Patent angemeldet und führt die Bilanzen-Methode derzeit an drei österreichischen Müllverbrennungsanlagen (Wels, Arnoldstein, Dürnrohr) durch. Zuletzt gingen bereits Anfragen aus Irland, Holland und Belgien bei den ForscherInnen ein. Die Methode wurde auch für den Dr.-Wolfgang-Houska-Preis der B & C Privatstiftung eingereicht.


Rückfragehinweis:
Univ.Ass. Dipl.-Ing. Dr. Johann Fellner
Technische Universität Wien Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft Karlsplatz 13/226, 1040 Wien
T +43/1/58801-22654
F +43/1/504 22 34
E johann.fellner@tuwien.ac.at

Aussender:
Mag. Daniela Ausserhuber
TU Wien - PR und Kommunikation
Karlsplatz 13/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E
daniela.ausserhuber@tuwien.ac.at

 


 

15.11.2006

Technik löst Ressourcen-Verknappung nicht

"APA-JOURNAL Forschung" vom 15.11.2006


"Wir werden uns in Zukunft bezüglich Ressourcenverbrauch freiwillig einschränken oder wir werden uns einschränken müssen", erklärte Tadej Brezina vom Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität (TU) Wien beim in Wien vom "Club of Vienna" organisierten Symposium zum Thema "Technologiebedingte Ursachen des Wachstums".

Brezina hat unter der Leitung des renommierten Verkehrsexperten Hermann Knoflacher eine Studie zum Thema des Symposiums durchgeführt. Brezina räumte darin mit der vielfach geäußerten Hoffnung auf, dass etwa der nach wie vor exponentiell wachsende Energie- und Ressourcen- Bedarf der Menschheit alleine durch technische Optimierungen gedeckt werden könnte. Global gesehen nehmen Verbrauch und Konsumation - egal ob es jetzt um Energie oder auch Beton geht - immer noch mehr oder weniger exponentiell zu, so der Experte gegenüber der APA.

Um den Zusammenhängen von Technologie einerseits sowie Energie- und Ressourcenverbrauch andererseits auf die Spur zu kommen, hat Brezina etwa den Einsatz von Maschinen in der Landwirtschaft durchleuchtet.
"Eine deutliche Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge hat es vor allem in den 1960er Jahren gegeben, als die Motorisierung noch mehr oder weniger am Anfang war", so Brezina.

Geringere Wirkung von technischen Verbesserungen

Auch heute wird die Motorisierung noch vorangetrieben, allerdings der zusätzliche Nutzen wird vergleichsweise immer geringer. Je ausgereifter die Technologie, desto geringer machen sich Verbesserungen in Hinblick auf Energieeinsatz-Nutzen bemerkbar. Zu ähnlichen Ergebnissen kam Brezina bei der Untersuchung von Dünger und Düngereinsatz weltweit.
Auch hier wiegen die technischen Verbesserungen bei der Herstellung die exponentiell steigenden Verbrauchsraten bei weitem nicht auf.

"Alles in allem werden Effizienzsteigerungen die Energieproblematik nicht lösen", so der Wissenschafter. Die Hoffnung, dass die Gesellschaften ihr Verhalten nicht ändern müssen, weil neue Technologien der Heilsbringer sein werden, muss er daher ins Reich der frommen Wünsche verweisen. Wenn Ressourcen zu Ende gehen, können wir uns aussuchen, ob wir uns rechtzeitig und freiwillig einschränken, oder ob wir irgendwann gezwungen sein werden, unser Verhalten zu ändern.

 


 

 
  06.09.2006
 
    „Urban Wood“ Grenzüberschreitender MSc-Lehrgang rund ums Thema „Bauen mit Holz“
 
    Am 19. Februar 2007 startet ein weiteres postgraduales Masterprogramm der TU Wien: „Urban Wood – Wood Based Building Design for Sustainable Urban Development“ (http://urbanwood.tuwien.ac.at).

 

    Studierende pendeln im Zuge dieses internationalen Universitätslehrgangs zwischen den drei Unterrichtsstandorten: Dresden, Turin und Wien. Facheinschlägige Exkursionen und eine klare thematische Gliederung über drei Länder in Kombination mit einer internationalen Faculty erlauben den postgradualen Studierenden einen zukunftsgerichteten Blick auf das „Bauen mit Holz“ auf vielerlei Ebenen.

Das Thema Nachhaltigkeit wird dabei ganz groß geschrieben. Die zunehmende Ressourcenknappheit einerseits und klimatische Veränderungen andererseits verlangen nach einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauches. Der Einsatz von Holz als nachwachsenden Rohstoff ermöglicht ein umweltschonendes Bauen nicht zuletzt auch im Bereich urbaner Ansiedlungen. Dabei sind zeitgenössische und zukünftige Holzbauweisen stets als Resultat komplexer technologischer Herausforderungen und anspruchsvoller Ingenieurleistungen zu sehen. Hochleistungsfähige Materialkombinationen und intelligente Methoden der Vorfertigung führen zu einer Neubewertung des Werkstoffes Holz und seiner Verarbeitung. Um die Palette an planerischen Anforderungen erfüllen zu können bedarf es dabei einer Vielzahl an kenntnisreichen und innovativen Lösungen.

Um derartige Lösungen herbeiführen zu können, bieten die Technische Universität Wien, die Technische Universität Dresden und das Politecnico di Torino gemeinsam dieses postgraduale Masterprogramm an, welches die internationale Mobilität mit umfassender Wissensvermittlung verbindet. Der Universitätslehrgang “Urban Wood” bietet den StudentInnen eine solide Wissensgrundlage sowohl für die weiterführende Forschung als auch die nötigen Kenntnisse für die Leitung der Planung und Konstruktion von Holzbauten im urbanen Kontext.

Das erste Studienjahr gliedert sich in drei Module, welche den jeweiligen fachlichen Schwerpunkten der drei Partnerinstitutionen gerecht werden. In Dresden widmen sich die postgradualen StudentInnen  dem generellen Studium der Holzbausysteme und den Kenntnissen rund um holzbasierte Materialien. Das Politechnico in Turin legt den inhaltlichen Schwerpunkt auf die Restaurierung und Sanierung historischer Holzbauten. In Wien lernen die TeilnehmerInnen das mehrgeschossige Bauen mit Holz im urbanen Umfeld. An jedes Modul schließt sich eine Exkursion an, welche die StudentInnen zu maßgeblichen Bauten aus Holz führen wird.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Jahres können die TeilnehmerInnen im Rahmen der Masterthese ein spezifisches Projekt an einem der drei Studienorte bearbeiten. Um die unmittelbare Verwertbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen, werden diese Projekte zudem von Fachleuten aus der Holzindustrie begleitet.

Qualifizierten AbsolventInnen der Bereiche Architektur, Stadtplanung und Hochbau steht mit dem MSc-Programm „Urban Wood“ damit erstmals ab dem Jahr 2007 ein überaus attraktives postgraduales Studienangebot von internationalem Format bereit, welche die Türe zu einer führenden Rolle in der ökologisch nachhaltigen Stadtentwicklung eröffnet.

 

Facts

Abschluss:              Master of Science (MSc)

Unterrichtssprache: Englisch

Studiendauer:          4 Semester, bestehend aus drei Modulen und eineM
    individuellen Forschungsprojekt (Masterthese)

Studienbeginn:        19. Februar 2007

Anmeldeschluss:      30. November 2006

Lehrgangsleitung: Univ.Prof.DDI Wolfgang Winter (TU Wien),
Prof. Clara Bertolini Cestari (Politecnico di Torino)
Prof.Dr. Peer Haller (TU Dresden)

 

Kontakt & Information


Continuing Education Center der TU Wien

A-1040 Wien, Operngasse 11/017

T: +43 (0)1 58801-41701

F: +43 (0)1 58801-41799

E: urbanwood@tuwien.ac.at

http://urbanwood.tuwien.ac.at   

     

 

 


 

 

 
  07.08.2006 [ W. Sommer ]
 
    Paul H. Brunner erhält US-Auszeichnung
 
    Paul H. Brunner - Vorstand des Instituts für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft - erhält den "2006 WTERT Education Award".
   
Paul H. BrunnerLaut den Initatoren wird der Preis einer Person verliehen "who has made an outstanding contribution to integrated waste management through his publications, inventions or other activity."

Waste-to-Energy Research and Technology (WTERT) wurde 2002 vom Earth Engineering Center der Columbia University und der "Integrated Waste Services Association" gegründet.


 WTERT

 


 

 

  05.07.2006
 
    S-HOUSE nachhaltig ausgezeichnet
 
    Das von der Gruppe Angepasste Technologie an der Technischen Universität (TU) Wien konzipierte S-HOUSE entwickelt sich zum nachhaltig ausgezeichneten Renner. Kein Wunder, ist es doch weltweit das erste Haus, das fast zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut wurde.

Wien, Böheimkirchen (TU) Das S-HOUSE wurde mit dem Ziel realisiert, zeitgemäße Architektur mit geringstem Energie- und Ressourcenaufwand und höchstem Nutzerkomfort zu demonstrieren. Das gelungene Ergebnis zieht seit seiner Eröffnung im Sommer 2005 ArchitektInnen und BauingenieurInnen aus aller Welt an, die sich über nachhaltiges Bauen informieren. Die neuen technischen Lösungen auf Basis Nachwachsender Rohstoffe, zum Beispiel die Gebäudehülle aus Holz und Stroh, die Lüftungskanäle aus Zirbenholz, die Kabeltrassen aus Fichtenholz oder die Zwischenwände und die Inneneinrichtung aus Strohplatten, beeindrucken das internationale Fachpublikum. Das bereits mehrfach ausgezeichnete Gebäude zeigt, dass es nicht nur extrem funktionell ist, sondern auch perfekt im Einklang mit der Natur steht. So viel innovative Nachhaltigkeit wurde erst jüngst wieder ausgezeichnet.

Das von der Gruppe Angepasste Technologie (GrAT) an der TU Wien und dem Architekten Scheicher entwickelte und geplante Demonstrationsgebäude zählte zu den Siegerprojekten beim 2Meilenstein 20062 des Landes Niederösterreich und gewann den Erwin Pröll Zukunftspreis in der Kategorie "Einklang mit Natur". Der Begriff Meilenstein steht für Neuorientierung, Herausforderung des kreativen Potenzials und Bewährung in vielen Bereichen, betonte der Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll, bei der Überreichung der Meilenstein-Zukunftspreise 2006 am 19. Mai 2006.

Um entscheidende Entwicklungen nicht zu versäumen, bedarf es "Leuchttürme", die wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung geben. Speziell im Bauwesen, das für mehr als 50% des jährlichen Abfallaufkommens in Österreich verantwortlich ist, sind zukunftsfähige, kreislauforientierte Lösungen dringend notwendig.

"Mit dem S-HOUSE haben wir das Ziel verfolgt, ein Faktor 10 Beispielprojekt zu realisieren, das mit einem Zehntel an Ressourcen und Energie gegenüber konventionellen Gebäuden auskommt", sagt Dr. Robert Wimmer, Projektleiter und geschäftsführender Obmann der GrAT.

Außerdem wurde der Rückbau des Gebäudes nach seiner Nutzungsdauer bei der Konzeption und Planung mitberücksichtigt. In Folge wird dieses im Rahmen von "Haus der Zukunft", dem bmvit, dem Land NÖ und der EU geförderte Konzept für die Serienreife weiterentwickelt und soll somit die Verbreitung von Baustoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen (NAWARO) unterstützen.

Großes internationales Interesse am S-HOUSE "Der Besuch ausländischer Delegationen von Architekten und Bauingenieuren und unzählige Anfragen zeigen das große internationale Interesse an nachhaltigen Lösungen im Baubereich, speziell am S-HOUSE. Die InteressentInnen, die das Know-how des S-HOUSE nachfragen, kommen vor allem aus Europa und Asien. Erst unlängst konnte sich eine Gruppe japanischer Architekten und Bauingenieure von den Vorteilen von Baustoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen und der hohen Funktionalität der im S-HOUSE eingesetzten Konstruktionen und technischen Lösungen überzeugen", fasst Robert Wimmer von der GrAT das große Interesse am S-HOUSE zusammen.

Eine Reisegruppe italienischer Architekten wollte bei ihrer Österreichtour das S-HOUSE als architektonisches und ökologisches Meisterwerk ebenfalls nicht missen und wurde von DI Hannes Hohensinner von der GrAT im S-HOUSE über die Besonderheiten dieses Gebäudes informiert.

Bauen mit Stroh - Seminare und Fest
Auch für andere Zielgruppen werden Informationsveranstaltungen im S-HOUSE angeboten. Das Einführungsseminar "Modernes Bauen mit Stroh" richtet sich an interessierte Bauherrn und Bauberater. Speziell für Familien ist das "Strohfest" konzipiert, das am 15. und 16. September 2006 im und um das S-HOUSE stattfinden wird. Neben Grillen, Musik, Spiel und Spaß für Groß und Klein mit einem speziellen Kinderprogramm in Kooperation mit der Umweltberatung NÖ, kann das Haus besichtigt und mit Fachexperten über den Strohbau und das Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen diskutiert werden.

Für alle weiteren Informationen zum S-HOUSE, zum Seminar und dem Strohbaufest wenden Sie sich bitte an Frau Alma Becic (GrAT) unter 01/58801-49523, Mail: ab@grat.at

Fotos und weitere Infos zum S-HOUSE


Weitere Infos und sämtliche technische Details zum S-HOUSE finden Sie auf den Homepages www.s-house.at  und www.grat.at

Rückfragehinweis:
Dr. Robert Wimmer
DI Hannes Hohensinner
Gruppe Angepasste Technologien (GrAT)
Technische Universität Wien
T: 01/58801-49523
Mail: contact@grat.at


 

 


 



 

  24.03.2006 [ B. Neunteufl ]
 
    Die Saubermacher von morgen
 
    SymbolTU-Forscher Stefan Skutan wurde für seine Dissertation bei der erstmaligen Verleihung des "Hans Roth Saubermacher Umweltstipendiums 2006" in Anwesenheit von Bundesministerin Gehrer ausgezeichnet.


Die Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2006 des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes bot den Rahmen für die Verleihung des "Hans Roth, Saubermacher Umweltstipendiums 2006" in der Höhe von 2.000 Euro an Herrn DI Stefan Skutan vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft der TU Wien. Eingereicht hat Stefan Skutan seine Dissertation unter dem Titel "Unmessbares messbar machen - neue Erkenntnisse über Abfallanalysen", die in Ergänzung eines Forschungsprojekts entstanden und deren Prof. Paul H. Brunner ist.

Das private Entsorgungsunternehmen Saubermacher möchte aktiv zu einem fruchtbaren Austausch zwischen den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und Umweltschutz beitragen. Eine Möglichkeit dazu bietet das "Hans Roth Saubermacher Umweltstipendium", das heuer erstmalig an drei österreichischen Universitäten ausgeschrieben wurde (TU Wien, Montanuniversität Leoben, Karl Franzens-Universität Graz).
Die drei Stipendien sind mit je 2.000 Euro dotiert und wurden am 22. März 2006 bei der Tagung im Austria Center Vienna an junge Nachwuchs-Forscher für besonders herausragende Diplomarbeiten bzw. Dissertationen mit einem Konnex zu Umweltschutz und Abfallwirtschaft vergeben.
 

 

m            
       

 Kontakt | Copyright Center for Sustainable Technology der TU Wien | Impressum