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Forschungsschwerpunkte

- Mobilität und Verkehr -

Die Begriffe „Mobilität“ und „Verkehr“ kennzeichnen das Spannungsfeld in dem sich Verkehrsplanung, Verkehrstechnik und Raumplanung befinden. Die Mobilität – wissenschaftlich definiert als: „Anzahl der pro Person und Tag zurückgelegten außerhäusigen Wege, unabhängig davon wie lang sie sind und auf welche Weise sie zurückgelegt werden“ – ist ebenso wie die Mobilitätszeit (Zeit im Mobilitätssystem pro Tag) weitgehend eine Konstante.

Schnellere Verkehrssysteme führen daher zu einer Zunahme der Wegelängen und einer Ausdehnung der Siedlungsstrukturen. Das Resultat ist eine Zunahme der Verkehrsleistungen – meist im motorisierten Individualverkehr. Begleitet wird dies durch ein Auseinanderfallen der Funktionen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit, etc.). Aus ökonomischen Theorien ergeben sich wiederum Vorteile durch Vergrößerungen der Absatzmärkte (Komperative Kostenvorteile, Economy of Scale) die als Begründung für notwendige Erreichbarkeitsverbesserungen herangezogen werden.

Riesige, aufstrebende Volkswirtschaften stehen erst am Beginn einer Massenmobilisierung und werden den weltweiten Bedarf an (Bewegungs-)Energie in den kommenden Jahrzehnten bestimmen.

Mit diesem zunehmenden inter- und intraurbanen Verkehr treten auch dessen negative Einflüsse stärker in den Vordergrund. So steigt die Luftbelastung in den Ballungsräumen und an Transitstrecken wieder vermehrt an und die Belastungen für die Umwelt und die Menschen werden größer. Neben diesen umwelthygienischen Grenzen werden zunehmend globale Grenzen etwa durch den Treibhauseffekt erkennbar. Gleichzeitig wird die Versorgung des Verkehrs mit Erdöl als wichtigste Energiequelle aus politisch instabilen Regionen immer schwieriger und erreicht äußere Grenzen (Oil-Peak). Da die Versorgung mit Energie und die Erhaltung der Mobilität Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben entstehen Spannungen aus Energie- und Rohstoffknappheit.

Der Bereich „Mobilität und Verkehr“ steht daher wie kaum ein anderer vor der Herausforderung, nachhaltige Lösungen zu bestehenden und absehbaren Problemen zu finden. Die Möglichkeiten sind vielfältig – von Erdgas, Biokraftstoffen, Hybridlösungen über Elektrischem Strom und Akkumulatoren bis zu Wasserstoff sind Technologien in Entwicklung, die das Potential haben unsere Verkehrsbedürfnisse und unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auch langfristig sicherzustellen. Neben der Lösung des Problembereiches von nachhaltigen Treibstoffen nach dem Motto „Maximale Energieeffizienz bei minimalem Energieeinsatz“ sind im Mobilitätsbereich eine Fülle fachübergreifender Probleme zu lösen (Herstellung geschlossener Stoffkreisläufe, Recycling, lange Lebensdauer, hohe Informationsgrade, etc.). Gleichzeitig ergeben sich nur durch eine Zusammenarbeit aller technischen Disziplinen – z.B. unter Einschluss der Raumplanung und ähnlicher Fachbereiche - Lösungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der zukünftigen intermodalen Mobilität.

 

             
       

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